Sonntag, 27. Mai 2012

Rezension: Die Tribute von Panem von Suzanne Collins - Trilogie

Anfang Winter letzten Jahres hörte ich das erste Mal von der Triloge über die Tribute von Panem. Ich las einige Rezensionen und auch, dass im März der Film zum ersten Band rauskommen sollte. Ich fühlte mich an die Hypes um Harry Potter und Twilight erinnert und auch daran, dass so viele Menschen meist nicht irren. Also wünschte ich mir den Schuber mit den drei fest gebundenen Büchern (ohne das doofe Gesicht auf dem Cover) von meinem Zukünftigen zu Weihnachten. Brav, wie er nun einmal ist bekam ich sie auch. 

Anfang März kam ich dann endlich dazu mit dem ersten Band zu beginnen. Ich wollte das Buch gelesen haben, bevor ich den Film anschaute.

Band 1 - Tödliche Spiele:
Ich kam nicht sehr gut rein in das Buch und war nicht von Beginn an von der Handlung gefesselt. Ich tat mich fürchterlich schwer mit der Grundidee der Spiele. Ich fühlte mich an den Film "Battle Royal" erinnert (Trailer), den ich mal gesehen hatte. Auch hier fand ich die Idee, Kinder auf einem Haufen zu versammeln, dass sie sich gegenseitig umbringen und niemand etwas dagegen unternimmt schlichtweg schwachsinnig. So erging es mir hier auch ca. die erste Hälfte des Buches. Irgendwann zwang ich mich, dieses Widerstreben gegen die Spiele an sich einfach mal zu vergessen. Es ist schließlich fiktiv und die Autorin kann machen, was sie will. Von da an began auch die Handlung spannender zu werden. Auch wenn ich Katniss' Verhalten oftmals erstaunlich kalt finde, kann man sich in sie hinein versetzen, sie verstehen und mit ihr fühlen. Ebenso auch mit Peeta und einigen der anderen Tributen. Haymitch bleibt mir im ersten Band etwas suspekt. Das Kapitol und sein Präsident erscheinen grausam und sensationsgeil. Auch wenn man hier und da bemerkt, dass sie es einfach nicht anders kennen und ihre Sicht auf die Dinge anders geprägt ist. Am Ende der Spiele sieht alles nach einem Happy End aus, aber recht schnell wird klar, dass noch lange nicht alles gut ist...

Band 2 - Gefährliche Liebe:
Katniss hat mit ihrer Idee, das Kapitol auszutricksen und sie um einen einzelnen Sieger zu bringen den Zorn des Präsidenten von Panem auf sich gezogen. Er ist sich sicher, dass Katniss so gehandelt hat um das Kapitol, seine Spiele und den Präsidenten vorzuführen und dagegen zu rebellieren. Deswegen heißt es nun, den Präsidenten von der Echtheit der Liebe zwischen den Siegern Katniss und Peeta zu überzeugen, was natürlich nicht gelingt und so müssen die beiden erneut an den Spielen teilnehem. Denn diese Spiele sind das 75. Jubiläum und es gibt Sonderregeln. Dieses Mal müssen aus jedem Disrtikt Sieger der vegangenen Spiele teilnehmen. So kommt es, dass nicht nur Jugendliche in der Spiel-Arena landen. In diesem Band war ich übrigens von Beginn an voll dabei und von der Handlung eingenommen. Man erkennt mehr und mehr, dass die Distrikte zur Rebellion bereit sind und Katniss und Peeta Schachfiguren in einem Spiel sind, dass sie selbst nur zu einem geringen Teil durchschauen. Am Ende des Buches zerstören die Tribute die Arena und  Katniss wird von Rebellen weg gebracht. Peeta hingegen können sie nicht befreien und so wird er ein Gefangener des Kapitols.

Band 3 - Flammender Zorn:
Katniss findet sich in Distrikt 13 wieder, wo sich die Rebellion formiert hat. Sie erfährt, dass ihr Distrikt in Schutt und Asche liegt und viele seiner Bewohner gestorben sind. Außerdem, dass Peeta nicht gerettet wurde, weil sie wichtiger für die Rebellen war. Sie soll die zentrale Figur werden, mit der die Rebellen hoffen, die Distrikte zu vereinen und gegen das Kapitol ziehen zu können. Erst nachdem Katniss sieht, wie Peeta im Kapitol gequält wird, willigt sie ein und die Rebellen erzielen langsam erste positive Ergebnisse. Unter anderem befreien sie Peeta und die anderen Gefangenen aus dem Kapitol. Doch Peeta ist durch die Folter und Gehirnwäsche darauf programmiert Katniss nicht mehr zu lieben sondern zu hassen. Man merkt in dem Buch zunehmends, dass auch die Rebellen nicht immer die richtigen Entscheidungen treffen und in einem Krieg selten eine Seite richtig handelt. Das Buch endet mit dem Sieg der Rebellen, doch es bleibt ein bitterer Nachgeschmack. Es ist keinesfalls ein Friede-Freude-Eierkuchen-Ende, wie man es bei solchen Büchern erwarten würde.

Gesamtfazit:
So schwer es auch war, reinzukommen, so gefesselt war ich seit der zweiten Hälfte von Band 1. Die Zerissenheit der Hauptfigur zwischen zwei jungen Männern, von denen sie sich nichtmal einen zu lieben gestattet. Dagegen ihre große Liebe zu ihrer kleinen Schwester und ihrer Mutter. Die Darstellung aller negativen Seiten von Macht und Krieg, von Unterdrückung und Rebellion. Dazu das Ende, welches zum Nachdenken anregt und trotz einigermaßen glücklicher Einzelschicksale nicht wirklich happy wirkt. Ich finde die Bücher sind eine gelungene Geschichte, die mich sehr berührt hat. Auch wenn die Tribute von Panem nicht, wie ich angenommen hatte, in die Fußstapfen von Harry und Bella treten, bin ich sehr froh die Trilogie gelesen zu haben und kann sie nur jedem empfehlen.

Kommentare:

  1. Hat mich jetzt immer noch nicht ge-hooked :D Aber danke für die Rezension!

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  2. Hach, ich tu mich mit dieser Triologie schwer. Aber vielleicht versuch ich's doch noch mal. Danke für die Rezi! :)

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  3. ich kann mit fantasy so gar nix anfangen Oo

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  4. schau mal bei mir vorbei, ich habe dich getaggt und würde mich freuen, wenn du mitmachen würdest :-)

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  5. Hi Du!
    Ich habe Dich getagged, und würde mich freuen, wenn Du mitmachen würdest (natürlich nur, wenn Du Zeit & Lust hast). =)

    Alles Liebe,
    Enana

    http://enana-in-neverland.blogspot.com/2012/05/tag-11-fragen-oder-eben-doch-nur-10.html

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