Sonntag, 8. Dezember 2013

Ohne Hebammen geht es nicht - Geburtsbericht des mini-maedchen

Ich habe euch noch gar nicht von der Geburt unseres mini-maedchens erzählt und das möchte ich jetzt nachholen.

Schon zu Beginn der Schwangerschaft wusste ich, dass ich außerklinisch entbinden möchte und war schon in der 7. Woche das erste Mal im Geburtshaus. Bei meiner Frauenaerztin ließen wir nur vier Vorsorgen machen, den Rest übernahm unsere Hebamme, die auch die Geburt begleiten sollte.

Im Laufe der Schwangerschaft entschieden wir uns dann für eine Hausgeburt statt einer im Geburtshaus.

Gegen Ende der Schwangerschaft und vor allem als ich dann über den errechneten Termin ging wartete ich sehnsüchtig auf Zeichen für einen baldigen Geburtsbeginn.

Doch nichts geschah... erst 6 Tage nach ET hatte ich morgens nach dem Aufwachen die ersten Wehen im 10 Minuten Abstand. Schon eine Stunde später waren die Abstände kürzer als 5 Minuten. Ich informierte meinen Mann und meine Hebamme. Mein Mann kam noch vor der Hebamme zu Hause an, ganz aufgeregt war er und musste mich direkt schon tönen hören.

Bei der Ankunft der Hebamme war der Muttermund schon 6cm geöffnet. Ich hatte sehr starke Rückenschmerzen und mein Mann massierte mir bei jeder Wehe den unteren Rücken. Gegen die Schmerzen bin ich dann kurz in die Wanne, wo meine Fruchtblase platzte (ein witziges Gefühl).

Lange war ich nicht in der Wanne und keine Stunde später war mein Muttermund auch schon komplett geöffnet und die zweite Hebamme kam dazu.

Nun ging es daran, unsere Tochter auf die Welt zu schieben. Leider dauerte das ganze 3 Stunden, was natürlich sehr anstrengend und schmerzhaft war. Zwischendrin wäre ich auch fast noch ins Krankenhaus verlegt worden, weil es so langsam voran ging. Aber da Stück für Stück ein Fortschritt zu erkennen war, haben die Hebammen und mein Mann mir geduldig dabei geholfen unser mini-maedchen zur Welt zu bringen.

Als sie endlich geboren wurde, hat ihr Papa sie aufgefangen, so wurde sie auf dem Teppich vor unserem Bett in wundervoller, heimischer Atmosphäre geboren.

Das alles wäre nicht möglich gewesen, gäbe es nicht Hebammen, die ihren Job mit so viel Liebe, Hingabe und Aufopferung außerhalb von Krankenhäusern machen.

Mir kam die Idee zu dem Post durch diesen Beitrag, ich finde es einfach unheimlich schade, dass es Hebammen so schwer gemacht wird. Sie müssen mittlerweile 5000 Euro im Jahr für ihre Haftpflichtversicherung bezahlen, dass führt dazu, dass es sich viele Hebammen gar nicht leisten können, außerhalb von Kliniken eine Betreuung von Schwangerschaft und Geburt anzubieten.

Ich finde, es sollte mehr darüber gesprochen werden, dass das Krankenhaus nicht der einzige Weg ist ein Kind zu bekommen, sondern, dass man die Wahl hat, ein intimeres und angenehmeres Umfeld zu wählen, wenn man sich das wünscht und dazu werden Hebammen ganz dringend benötigt.

Ich würde immer wieder diesen Weg wählen!!! 

Ich kann es nicht so schön beschreiben, wie die Dame in dem o.g. Beitrag, deswegen würde ich mich freuen, wenn ihr ihn lest...


Kommentare:

  1. Oh ja, der Beruf der Hebamme ist ein ganz besonderer :) Ich bin so froh, dass bei euch alles gut war <3

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  2. Klingt nach einer tollen Geburt! Und natürlich kannst du mich gerne verlinken! :)

    Liebe Grüße
    Isa

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  3. hach... ♥
    hoffe euch gehts gut? ♥

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